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Schöne Literatur

Der Schwarm

Veröffentlicht in Schöne Literatur, am Dienstag, 05 April 2022

von Frank Schätzing

der SchwarmDas Meer schlägt zurück – in Frank Schätzings meisterhaftem Thriller inszeniert er die weltweite Auflehnung der Natur gegen den Menschen - eine unvorstellbare Bedrohung aus den Ozeanen. Ein globales Katastrophenszenario zwischen Norwegen, Kanada, Japan und Deutschland, und ein Roman voller psychologischer und politischer Dramen mit einem atemberaubenden Schluss.

Ein Fischer verschwindet vor Peru, spurlos. Ölbohrexperten stoßen in der norwegischen See auf merkwürdige Organismen, die hunderte Quadratkilometer Meeresboden in Besitz genommen haben. Währenddessen geht mit den Walen entlang der Küste British Columbias eine unheimliche Veränderung vor. Nichts von alledem scheint miteinander in Zusammenhang zu stehen. Doch Sigur Johanson, norwegischer Biologe und Schöngeist, glaubt nicht an Zufälle. Auch der indianische Walforscher Leon Anawak gelangt zu einer beunruhigenden Erkenntnis: Eine Katastrophe bahnt sich an. Doch wer oder was löst sie aus? Während die Welt an den Abgrund gerät, kommen die Wissenschaftler zusammen mit der britischen Journalistin Karen Weaver einer ungeheuerlichen Wahrheit auf die Spur.
Das globale Katastrophenszenario, das Frank Schätzing Schritt für Schritt mit beklemmender Logik entfaltet, ist von erschreckender Wahrscheinlichkeit. Es basiert auf so genauen naturwissenschaftlichen und ökologischen Recherchen, dass dieser Roman weit mehr ist als ein großartig geschriebener, spannungsgeladener Thriller. Das Buch stellt mit großer Dringlichkeit die Frage nach der Rolle des Menschen in der Schöpfung.

1008 Seiten (Kiepenheuer & Witsch Verlag, ISBN-13: 9783462033748)

Leseempfehlung von Susanne Gaßner, Büchereiteam:

Dieses Buch ist von Anfang bis zum Ende einfach nur spannend! Man kann gar nicht aufhören zu lesen, weil man unbedingt wissen möchte, wie es weiter geht. "Der Schwarm" ist aufgrund seines hochrelevanten Themas aktueller denn je! Die globalen Katastrophenszenarien sind von erschreckender Wahrscheinlichkeit.

Ich und die Menschen

Veröffentlicht in Schöne Literatur, am Samstag, 10 Oktober 2020

Von Matt Haig

 

In einer regnerischen Freitagnacht wird Andrew Martin, Professor für Mathematik in Cambridge, aufgegriffen, als er nackt eine Autobahn entlangwandert. Professor Martin ist nicht mehr er selbst. Ein Wesen mit überlegener Intelligenz und von einem weit entfernten Stern hat von ihm Besitz ergriffen. Dieser neue Andrew ist nicht begeistert von seiner neuen Existenz. Er hat eine denkbar negative Meinung von den Menschen. Jeder weiß schließlich, dass sie zu Egoismus, übermäßigem Ehrgeiz und Gewalttätigkeit neigen. Doch andererseits: Kann eine Lebensform, die Dinge wie Weißwein und Erdnussbutter erfunden hat, wirklich grundschlecht und böse sein? Und was sind das für seltsame Gefühle, die ihn überkommen, wenn er Debussy hört oder Isobel, der Frau des Professors, in die Augen blickt?

dtv Verlagsgesellschaft (Inhaltsangabe und Cover)

352 Seiten

ISBN 978-3-423-21604-3

Leseempfehlung von Michaela Kudella, Büchereiteam:

Was wäre, wenn ein Außerirdischer auf die Erde entsandt würde, um dort die bahnbrechende Entdeckung eines Menschen zu verhindern, indem er in dessen Körper schlüpft? Wie käme er im Umgang mit den Menschen zurecht und wie wäre es für den Menschen, von einem Alien gesteuert zu werden? 

Matt Haig zeigt mit diesem Buch seine Antwort auf dieses Szenario. Ein überraschend humorvoller und melancholischer Blick auf die Menschheit.

 

Die Tuchvilla

Veröffentlicht in Schöne Literatur, am Samstag, 10 Oktober 2020

Von Anne Jacobs

Ein Herrenhaus. Eine mächtige Familie. Ein dunkles Geheimnis …

Augsburg, 1913. Die junge Marie tritt eine Anstellung als Küchenmagd in der imposanten Tuchvilla an, dem Wohnsitz der Industriellenfamilie Melzer. Während das Mädchen aus dem Waisenhaus seinen Platz unter den Dienstboten sucht, sehnt die Herrschaft die winterliche Ballsaison herbei, in der Katharina, die hübsche, jüngste Tochter der Melzers, in die Gesellschaft eingeführt wird. Nur Paul, der Erbe der Familie, hält sich dem Trubel fern und zieht sein Münchner Studentenleben vor – bis er Marie begegnet …

Blanvalet Verlag, München (Inhaltsangabe und Cover)

Taschenbuch, 704 Seiten
ISBN: 978-3-7341-1017-7
 
1. Die Tuchvilla
2. Die Töchter der Tuchvilla
3. Das Erbe der Tuchvilla
4. Rückkehr in die Tuchvilla
- erscheint 11/2020
 

Leseempfehlung von Michaela Kudella, Büchereiteam:

Als großer Fan der Serie Downton Abbey und historischer Romane, die in Augsburg spielen, hat mich die Geschichte um die Tuchvilla begeistert! 

Das Leben in der Tuchvilla der Industriellenfamilie Melzer Anfang des 20. Jahrhunderts wird facettenreich und atmosphärisch sowohl aus der Perspektive der Herrschaften, als auch der Sicht der Bediensteten geschildert. Die Geschichte schreitet in einem sehr angenehmen Tempo voran und man erlebt in den drei Büchern die Entwicklung der Charaktere und auch des Zeitgeschehens über mehrere Jahrzehnte hinweg. Da Augsburg der Schauplatz ist, erkennt man viele  Orte wieder und fühlt sich dadurch noch mehr mit dem Geschehen verbunden. Ich kann das Buch allen empfehlen, die nach einer vielschichtigen Familiengeschichte suchen, die gleichsam ruhig und aufregend daherkommt!

 

Das Institut

Veröffentlicht in Schöne Literatur, am Montag, 29 Juni 2020

Von Stephen King

Das neueste Werk des King of Horror.

In einer ruhigen Vorortsiedlung von Minneapolis ermorden zwielichtige Eindringlinge lautlos die Eltern von Luke Ellis und verfrachten den betäubten Zwölfjährigen in einen schwarzen SUV. Die ganze Operation dauert keine zwei Minuten. Luke wacht weit entfernt im Institut wieder auf, in einem Zimmer, das wie seines aussieht, nur dass es keine Fenster hat. Und das Institut in Maine beherbergt weitere Kinder, die wie Luke paranormal veranlagt sind: Kalisha, Nick, George, Iris und den zehnjährigen Avery. Sie befinden sich im Vorderbau des Instituts. Luke erfährt, dass andere vor ihnen nach einer Testreihe im »Hinterbau« verschwanden. Und nie zurückkehrten. Je mehr von Lukes neuen Freunden ausquartiert werden, desto verzweifelter wird sein Gedanke an Flucht, damit er Hilfe holen kann. Noch nie zuvor ist jemand aus dem streng abgeschirmten Institut entkommen.

HEYNE Verlag (Inhaltsangabe und Cover)

768 Seiten

ISBN: 978-3-453-27237-8

Leseempfehlung von Renate Roters, Büchereiteam:

Das Buch gefällt mir sehr gut. Es ist nicht nur sehr spannend, sondern auch menschlich anrührend. Ein typischer Stephen King eben - nichts für schwache Gemüter. Eine Mischung aus Psycho und Thriller.

 

Muttertag

Veröffentlicht in Schöne Literatur, am Montag, 15 Juni 2020

Von Nele Neuhaus

Sie hatten ein Geheimnis. Sie mussten sterben. An einem Sonntag.

Im Wohnhaus einer stillgelegten Fabrik wird eine Leiche gefunden. Es handelt sich um den ehemaligen Betreiber des Werks, Theodor Reifenrath, wie Kriminalhauptkommissarin Pia Sander feststellt. In einem Hundezwinger machen sie und ihr Chef Oliver von Bodenstein eine grausige Entdeckung: Neben einem fast verhungerten Hund liegen menschliche Knochen verstreut und die Spurensicherung fördert immer mehr schreckliche Details zutage. Reifenrath lebte sehr zurückgezogen, seit sich zwanzig Jahre zuvor seine Frau Rita das Leben nahm. Im Dorf will niemand glauben, dass er ein Serienmörder war.

Rechtsmediziner Henning Kirchhoff kann einige der Opfer identifizieren, die schon vor Jahren ermordet wurden. Alle waren Frauen. Alle verschwanden an einem Sonntag im Mai. Pia ist überzeugt: Der Mörder läuft noch frei herum. Er sucht sein nächstes Opfer. Und bald ist Anfang Mai.

Kriminalroman

Ullstein Verlag (Inhaltsangabe und Cover)

560 Seiten

ISBN: 9783550081033

Leseempfehlung von Wally Wagner, Büchereiteam:

Ich habe das Buch verschlungen, ich mag die Charaktere der Ermittler und finde sie sympathisch und menschlich.

Im neuesten Krimi um das Ermittlerteam Pia Sander und Oliver von Bodenstein spielt wie in jedem Buch auch das private Umfeld eine Rolle. Geschehnisse aus der Vergangenheit holen die Personen der Gegenwart wieder ein. Das Motiv des Täters ist bald klar, über seine Person kann man aber lange rätseln. Und das erste Opfer ist nicht der, für den man ihn gehalten hat. Das Buch ist von Anfang bis Ende spannend, es tun sich Abgründe auf, aber ohne abstoßende Brutalität. Nele Neuhaus schreibt in einem angenehmen Stil, den man gerne liest. Ein toller deutscher Krimi!

 

 

 

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