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Schöne Literatur

Pawlowa - oder Wie man eine Eselin um die halbe Welt schmuggelt

Veröffentlicht in Schöne Literatur, am Sonntag, 25 Juni 2017

Von Brian Sewell

Die bezaubernde Geschichte von einem Mann, der alles stehen und liegen lässt, um eine junge Eselin zu retten.

Auf einer Reise in Pakistan sieht Mr B, ein britischer Gentleman, eine kleine Eselin: Ihr Rücken ist vollbepackt, ihre dünnen Beine zittern unter der schweren Last. Kurzerhand springt Mr B aus dem Wagen, fest entschlossen, sich um das Tier zu kümmern und es mit nach Hause zu nehmen. Das einzige Problem: Sein Zuhause liegt in London und ein Esel kann nicht im Flugzeug reisen. Also begeben sich Mr B und Pawlowa, wie er die Eselin von nun an nennt, auf eine lange Reise durch den Nahen Osten bis nach Europa – zu Fuß. Sie werden über Grenzen geschmuggelt, von Drogendealern aufgegabelt, sie entspannen im Hamam, kreuzen die Seidenstraße und speisen mit Diplomaten. Eine liebenswerte Geschichte, die von der Kraft der Freundschaft erzählt und uns zeigt, wie farbenprächtig unsere Welt ist, wie fremd und nah zugleich – ein wunderbares Buch für Groß und Klein.

Aus dem Englischen von Claudia Feldmann Illustriert von Sally Ann Lasson

Erschienen: 06.03.2017

Inselverlag
Gebunden, 172 Seiten
ISBN: 978-3-458-17700-5

Leseempfehlung von Anne-Marie Fendt, Büchereiteam:

Diese Geschichte habe ich mit großer Freude, ja Anteilnahme gelesen. Mr B’s unbedingte Zuneigung zu ‚seiner‘ Eselin, die Strapazen, die er auf sich nimmt, die interessanten Begegnungen, die große Hilfsbereitschaft, die er erfährt, und auch die Einblicke in die Lebenswelt der Länder, die er durchquert – all das lässt das Herz aufgehen. Und ganz besonders das 'Happy End' ...

Nicht zu verwechseln mit Pavlova*, aber mindestens ebenso "wunderbar"!!!

*Pavlova ist eine mit Sahne und Früchten gefüllte Torte aus einer Baisermasse, die sowohl in Australien als auch in Neuseeland als ein Nationalgericht angesehen wird. Beide Länder beanspruchen die Erfindung der Süßspeise für sich.

 Bildergebnis für pavlova


Die Geschichte der Bienen

Veröffentlicht in Schöne Literatur, am Sonntag, 25 Juni 2017

Von Maja Lunde

England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte – die Idee für einen völlig neuartigen Bienenstock.

Ohio, USA im Jahr 2007: Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Der Hof soll größer werden, sein Sohn Tom eines Tages übernehmen. Tom aber träumt vom Journalismus. Bis eines Tages das Unglaubliche geschieht: Die Bienen verschwinden.

China, im Jahr 2098: Die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand Bäume, denn Bienen gibt es längst nicht mehr. Mehr als alles andere wünscht sie sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Als der jedoch einen mysteriösen Unfall hat, steht plötzlich alles auf dem Spiel: das Leben ihres Kindes und die Zukunft der Menschheit.

Wie alles mit allem zusammenhängt: Mitreißend und ergreifend erzählt Maja Lunde von Verlust und Hoffnung, vom Miteinander der Generationen und dem unsichtbaren Band zwischen der Geschichte der Menschen und der Geschichte der Bienen. Sie stellt einige der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie gehen wir um mit der Natur und ihren Geschöpfen? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Wofür sind wir bereit zu kämpfen?

Aus dem Norwegischen von Ursel Allenstein                

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 512 Seiten, 12,5 x 20,0 cm

ISBN: 978-3-442-75684-1

€ 20,00          

Verlag: btb       

Erschienen: 20.03.2017

Leseempfehlung einer Büchereimitarbeiterin:

Dieser Roman hat mir gefallen, weil er auf spannende Weise anhand dreier Familien zu verschiedenen Epochen das Entstehen der professionellen Imkerei schildert und dann deren industrielle Nutzung. Das führt letztendlich für die Menschen zur Katastrophe, denn weltweit verschwinden die Bienen. Dies löst eine nie gekannte Hungersnot aus. Aber am Ende scheint es doch wieder Hoffnung zu geben. Die Geschichte ist fesselnd geschrieben und zeigt auch auf, wie in der Natur alles zusammen hängt.

 

Gehen, ging, gegangen

Veröffentlicht in Schöne Literatur, am Sonntag, 14 Mai 2017

Von Jenny Erpenbeck

Entdeckungsreise zu einer Welt, die zum
Schweigen verurteilt, aber mitten unter uns ist

Wie erträgt man das Vergehen der Zeit, wenn man zur Untätigkeit gezwungen ist? Wie geht man um mit dem Verlust derer, die man geliebt hat? Wer trägt das Erbe weiter? Richard, emeritierter Professor, kommt durch die zufällige Begegnung mit den Asylsuchenden auf dem Oranienplatz auf die Idee, die Antworten auf seine Fragen dort zu suchen, wo sonst niemand sie sucht: bei jenen jungen Flüchtlingen aus Afrika, die in Berlin gestrandet und seit Jahren zum Warten verurteilt sind. Und plötzlich schaut diese Welt ihn an, den Bewohner des alten Europas, und weiß womöglich besser als er selbst, wer er eigentlich ist.

Jenny Erpenbeck erzählt auf ihre unnachahmliche Weise eine Geschichte vom Wegsehen und Hinsehen, von Tod und Krieg, vom ewigen Warten und von all dem, was unter der Oberfläche verborgen liegt.

Roman

352 Seiten                                                  

ISBN: 978-3-8135-0370-8     

Erschienen: 31.08.2015

Knaus Verlag

Leseempfehlung einer Büchereimitarbeiterin:

Das Buch hat mir gut gefallen. In einer ruhigen, unaufgeregten Art und Weise erzählt die Autorin von den Schwierigkeiten eines pensionierten Professors, der zufällig mit Flüchtlingen aus Afrika in Kontakt kommt. Er lernt deren Leben in ihren Unterkünften kennen und will helfen. –

Außer uns spricht niemand über uns

Veröffentlicht in Schöne Literatur, am Sonntag, 14 Mai 2017

Von Wilhelm Genazino

Man versteht natürlich, dass Carola ihren Partner zuweilen nicht mehr erträgt. Er hat sich als gescheiterter Schauspieler und Radiosprecher in einer bequemen Mittelmäßigkeit eingerichtet. Nur in Notfällen kann er von seiner Freundin zu stärkeren Emotionen bewegt werden. Der Fall tritt ein, als Carola ihren Helden verlässt. Sie wird durch diese Notbremsung allerdings nicht glücklicher. Im Gegenteil. Wie der Zufall es will, erklärt sich die Mutter der entweichenden Freundin bereit, dem Verlassenen auszuhelfen. Kann sie ihn retten? Und will der überhaupt gerettet werden? Ob und wie, das steht in diesem so witzigen wie bösartigen Roman.

Roman, 160 Seiten
Erscheinungsdatum: 25.07.2016
Hanser Verlag                                                     
ISBN 978-3-446-25273-8                                         

Leseempfehlung einer Büchereimitarbeiterin:

Es geht um Carola und ihren Partner, einen gescheiterten Schauspieler und Radiosprecher. Er hat es sich in der Dauerbeziehung und ihrer Mittelmäßigkeit bequem gemacht – und das ist anstrengend!

Das Buch hat mir gefallen, weil es witzig ist ohne oberflächlich zu sein. Obwohl es manches bösartig beleuchtet, hatte ich Mitgefühl mit den Personen.

 

Was man wieder einmal lesen könnte ...

Veröffentlicht in Schöne Literatur, am Samstag, 06 Mai 2017

"Evergreens" der Literatur

Was haben Agatha Christie, Erich Kästner, Margaret Mitchell und Joseph Roth gemeinsam?

Nun - sie sind nicht auf den aktuellen Bestsellerlisten zu finden. Und doch zählen Bücher dieser Autoren zu den bekanntesten.

 

 

 

 

 

 

Haben Sie Lust darauf bekommen 'Die Wand', 'Soweit die Füße tragen' oder 'Der Name der Rose' (wieder) zu lesen? Auf der Suche nach Lesefutter kann man bei den zur Zeit ausgestellten "Evergreens" ganz bestimmt fündig werden!

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